Klosterneuburg macht es vor
Über 6 Millionen Handys liegen ungebraucht in Österreichs Schubladen. Jährlich kommen 2,5 Millionen neue dazu. Das Jane Goodall Institut-Austria ruft daher wieder zum Handysammeln auf und sorgt mit seinen Partnern für fachgerechtes Recycling.
Denn nur durch fachgerechte Verwertung werden wertvolle Ressourcen gespart, Schadstoffe entsorgt und der Fortbestand zahlreicher Lebenwesen gesichert. Für jedes Handy erhält das JGI-A eine Spende über 1,5 Euro, die direkt Schimpansen-Projekten in Afrika zu Gute kommen. Wie einfach die Teilnahme ist, zeigt die Gemeinde Klosterneuburg, die sich ab heute für das Projekt stark macht.
Tchimpounga, die größte Schimpansenauffangstation weltweit, die vom Jane Goodall Institut ins Leben gerufen wurde, liegt im Kongo. Aber auch 80 % der Weltreserven von Coltan, ein Metall das entscheidend bei der Herstellung von Handys ist, befinden sich in diesem Land. Der Abbau erfolgt ohne Rücksicht auf ökologische, gesundheitliche und soziale Folgen. Wo das Metall abgebaut wurde, gleicht das Land einer Mondlandschaft.
Durch die Zerstörung der Regenwälder verlieren Wildtiere und Pflanzen aber auch die Bevölkerung, ihren Lebensraum. Besonders deutlich wird dies beim drastischen Rückgang der Menschaffenpopulation im Kongo, Uganda und 18 anderen Staaten. „Vor 50 Jahren lebten hier noch 1,5 Millionen Schimpansen, heute wird die Anzahl auf maximal 300.000 geschätzt.





